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Information




 

Was bedeutet Ambulant Betreutes Wohnen?

Selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden - das ist für immer mehr Menschen mit Behinderung kein Wunschtraum mehr, sondern eine reale Möglichkeit. Im Rahmen der Hilfe zum selbständigen Wohnen unterstützt und begleitet das BWK-Puth in und um Köln Frauen und Männer, die die Entscheidung für eine eigene Wohnung getroffen haben.

Übergeordnetes Ziel unserer Arbeit ist es, unsere Klienten bei einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen Gestaltung ihres Lebens und bei ihrer sozialen Integration zu unterstützen. Die Grundlage unserer Arbeit bildet unsere Achtung der Klienten als mündige und verantwortliche Menschen; daher behandeln wir unsere Klienten nicht oder handeln für sie, sondern begleiten sie bei der Verwirklichung oder Aufrechterhaltung ihrer eigenen angestrebten Lebens- oder Wohnweise im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe.

Unsere Unterstützung ist auf die Ressourcen und Kompetenzen des jeweiligen Klienten ausgerichtet, die es weiterzuentwickeln gilt. Daneben wollen wir dem Verständnis
und dem angemessenen Umgang des Klienten mit seinen Einschränkungen dienen. Ziel unseres Betreuungsangebotes ist es also, der betreuten Person, unabhängig von Art und Schwere der Behinderung, eine weitgehend eigenständige Lebensführung in der eigenen häuslichen Umgebung zu ermöglichen und die soziale Eingliederung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der direkten Umgebung zu eröffnen und zu erhalten.

Sie entscheiden nach Absprache mit uns Ort und Zeit der Termine. Grundsätzlich besteht auch in besonders schwierigen Lebenssituationen die Möglichkeit einer telefonischen Rufbereitschaft rund um die Uhr.

Die ambulante Eingliederungshilfe zum selbständigen Wohnen wird immer am individuellen Hilfebedarf der betreuten Person ausgerichtet. Es stellt ein verbindlich vereinbartes Betreuungsangebot dar, das sich auf ein breites Spektrum an Hilfestellungen im Bereich Wohnen und Behinderung bezieht und der sozialen Integration dient.
Der Weg ins Betreute Wohnen:

Zunächst klären wir in einem unverbindlichen Gespräch die persönlichen Wünsche und Vorstellungen sowie die individuellen Fähigkeiten. Wir informieren dabei über mögliche Leistungen im Betreuten Wohnen, über unsere Möglichkeiten, die Antragstellung und die Finanzierung. Im Ergebnis sollte die Frage, ob das Betreute Wohnen die geeignete Hilfe ist, beantwortet sein. Sie selbst wählen, ggf. in Absprache mit einem gesetzlichen Betreuer, das Ob und Wie einer ambulanten Hilfe.

Zur Beantragung der ambulanten Wohnhilfe beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) wird ein individueller Hilfeplan mit Ihnen gemeinsam erstellt.

Dort werden Ihre konkreten Ziele und Wünsche sowie Ihre Fähigkeiten und Ihr persönlicher Unterstützungsbedarf erfasst. Im Ergebnis wird gemeinsam die Art und der Umfang der Unterstützungsleistung beschrieben, die zu einer möglichst eigenständigen Lebensführung benötigt werden. Nach Beratung in der örtlich zuständigen Hilfeplankonferenz.

und der sozialhilferechtlichen Prüfung bewilligt der LVR ein Budget an Fachleistungsstunden für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel für ein oder auch für zwei Jahre erstellt. Entsprechende Verlängerungsanträge können bei Bedarf jeweils gestellt werden.

G
rundsätzlich beginnen wir, nach entsprechender Klärung im Erstgespräch, direkt und unverzüglich mit dem Ambulant Betreuten Wohnen, dass heißt, in Absprache mit Ihnen, mit regelmäßigen, aufsuchenden Terminen. Die Betreuungs-kosten werden in der Regel direkt von uns mit dem LVR abgerechnet.

Bei der Frage, ob das Betreute Wohnen die geeignete Wohnform ist, entstehen oftmals Unsicherheiten und Ängste. In diesem Zusammenhang ist es für die Betroffenen und Angesprochenen wichtig zu wissen und zu verstehen, dass der Betreuungsvertrag von Klientenseite grundsätzlich bei Unzufriedenheit jederzeit fristlos gekündigt werden kann. In diesem Zusammenhang sichern wir selbstverständlich auch Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach entsprechenden Alternativen zu.

Schwerpunkte der Unterstützung bilden u.a.:

-  Hilfen bei der Haushaltsführung


-  Hilfen bei finanziellen Angelegenheiten

-  Unterstützung im Umgang mit Ämtern und Behörden

-  Hilfen bei der Bewältigung von persönlichen Konflikten

-  Beratung, Hilfen und Begleitung im medizinischen Bereich

-  Vermittlung zu Fachberatungsstellen und therapeutischen Hilfen

-  Anregung und Unterstützung im Bereich der Freizeitgestaltung

-  Hilfen bei der Gestraltung sozialer Beziehungen

-  Beratung in allen Fragen zu Partnerschaft und Sexualität

-  Vermittlung von Hilfen zur Erlangung einer geeigneten Tagesstruktur

-  Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz